Reiseberichte ▸ Yoga Retreat in Costa Rica

geschrieben von Diana Grohs (08. August, 07:58 Uhr) zur Reise Yoga Retreat in Costa Rica

Ende und Neuanfang im Dschungel… hört  sich das nicht schon toll an ? Das alte Jahr verabschieden, etwas wieder loslassen und hinter sich lassen und das neue Jahr willkommen heißen.
 
Es stand sofort  fest, da muß ich hin. Zu Doris in den Dschungel Costa Ricas über Silvester. Und es hat sich gelohnt, die Reise. Man landet in San Jose, der Hauptstadt und Metropole des demokratischen Staates mit circa 5 Millionen Einwohnern und ist mit dem recht guten Bussytem in circa 3 Stunden in Portasol an der Pazifikküste.
 
Es ist warm um die 30 Grad , Strand, Palmen, freundliche zufriedene Gesichter und viele schöne Strände begegnen einem auf der Busfahrt.
 
Portasol liegt etwas ab vom Meer, wenige Minuten geht es hoch auf einer Schotterpiste in den Wald, wo wir  in schönen sauberen Zimmern wohnen. Mitten im Wald;  egal wohin der Blick wandert, Bäume, grün, Vogelgezwitscher, Farne,  ein Bach rauscht in der Nähe und sorgt für ein wunderbar beruhigendes Hintergrundgeräusch.
 
Wir üben morgens um 7.30 Uhr Yoga, meditieren, schauen in die Natur und sammeln uns, Doris leitet uns liebevoll an und versorgt uns gut mit Ingwertee.
 
Wir sitzen mitten im Wald, jeder sucht sich seinen eigenen Platz und  nehmen  Kontakt auf  mit der Natur um uns herum, mit einem Baum. Und lassen uns auf eine ganz ungewohnte Umgebung ein.
 
Ein Haus ohne Türen, Vorhänge flattern im leichten Wind. Gezirpe und  Gemurmel ringsum, die vielen Geräusche der Tiere, die wir gar nicht zuordnen können. Ein Traum für Naturliebhaber und gestresste Menschen, die Ruhe suchen und zu sich kommen möchten. Nichts was ablenkt.
 
Wandern im Fluss hinauf zum Wasserfall, dabei sehr achtsam  jeden Schritt setzen, damit man nicht ausrutscht. Das kühle klare Wasser an einem Ort, wo nur wenige Menschen hin finden.
 
Rituale zum Jahresende. Wir sammeln Blätter im Wald, jedes Blatt steht für ein Ereignis im letzten Jahr. Jeder findet seine eigene Logik dabei, seine eigene Reihenfolge der Dinge. Sortiert im Geist das vergangene Jahr. Und am Silvesterabend präsentiert jeder stolz seine Blättersammlung und erzählt darüber.  Wir sortieren die Blätter in welche, die wir dann in den Bach werfen und loslassen möchten, andere behalten wir und legen sie zur Seite.
 
Und während wir  meditieren, in der Stille ankommen, Ruhe finden laden wir uns automatisch mit viel frischer Energie auf. Denn um uns herum strotzt der Wald nur so davon. Einfach sein… mehr braucht es nicht in diesem schönen Urlaub.
 
Der Dschungel, sagt Doris, offenbart alles. Jede Angst in uns, jede kleine Regung der Gefühle, wir lernen uns selbst neu kennen  und sortieren uns neu.
 
Und nach einer Woche bei Doris sind wir bereit, noch ein wenig das schöne Land zu entdecken, an einer wunderbaren Bucht zu baden, die vielen Nationalparks zu besuchen.U
 
Und eins steht schon jetzt fest:  die Zeit war toll, wir kommen gern wieder.